Special | Film & Gespräch

Holy Prostitution

Regie: Mehdi Kazemi

IR/AT 2022 | 80 min

OmU

 Holy Prostitution
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Rezensionen

HOLY PROSTITUTION beschäftigt sich mit der Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen unter dem derzeitigen Regime im Iran. Filmemacher Mehdi Kazemi ging große Risiken ein, um die Praxis der durch „Zeitehe“ religiös legitimierten Prostitution aufzuzeigen und zu hinterfragen. Einige Teile des Films wurden mit versteckter Kamera gedreht. Interviewt wurden drei Frauen sowie ein Geistlicher, der für die Regierung arbeitet. Stimmen und Meinungen der Menschen auf der Straße wurden aus Sicherheitsgründen in einem Sammeltaxi eingefangen.

Mehdi Kazemi ist österreichischer Staatsbürger, der im Iran geboren wurde. Er ist mehrfach in den Iran zurückgekehrt, um das Leben von dort unterdrückten Menschen unzensiert und ohne Erlaubnis der Regierung zu dokumentieren. Im Dezember 2021 wurde er von den Revolutionsgarden während der Dreharbeiten zu seinem Film über die „Kulbars“ im iranischen Kurdistan festgenommen. Er wurde 76 Tage lang in einer Einzelzelle in einem nicht registrierten Gefängnis festgehalten und gefoltert und schließlich wegen Propaganda gegen die Islamische Republik zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Im September 2022 konnte er fliehen und ist wieder zu Hause in Wien. Hier kämpft er weiter für Menschenrechte und gegen Diskriminierung.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Regisseur Mehdi Kazemi, Shoura Hashemi (Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich), Faika El-Nagashi (Nationalrat)

Moderation: Negar L. Roubani

 

Spielzeiten und Tickets demnächst von Holy Prostitution im Votiv Kino und Kino de France in Wien