Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit
Regie: Konrad Wakolbinger
dOV
Rezensionen
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"Ein ebenso pointierter wie kurzweiliger Dokumentarfilm, der aufzeigt, dass wir Zeit nicht nur zählen, sondern auch hinterfragen sollten. „86 Minuten Weltpremiere“ – und jede hat mich mit klugen, charmanten Impulsen über Arbeit, Ökonomie und Alltag überrascht. Ein Film, der Zeit nicht nur misst, sondern spürbar macht."
In einer Welt die immer schneller rast, begibt sich AUF DER SUCHE NACH DER GESTOHLENEN ZEIT auf eine Reise durch unser Zeitbewusstsein. Der Film erzählt wie die in einem mittelalterlichen Kloster erfundene Uhr den Takt unserer Arbeit, unserer Gesellschaft und unseres Lebens bestimmt. Dabei untersucht er die uns prägende Formel „Zeit ist Geld“ und stellt die Frage: Wie können wir Zeit bewusster gestalten, um weniger “gestohlene“ Momente zu empfinden und mehr Eigenzeit mit Tiefe, Präsenz und Sinn in unserem Alltag zu erleben? Mit grosser Neugierde und in spannenden wie nachdenklichen Interviews zeigt er, wie Zeit unser Handeln formt und wie die neuen Technologien unser Zeitverständnis beeinflussen.
Zeit ist relativ, hat schon Einstein gesagt. Diese Verhältnismäßigkeit bekommt man im österreichischen Friesach besonders zu spüren. Dort soll eine mittelalterliche Burg in Echtzeit aufgebaut werden, ohne Strom, moderne Geräte oder künstliches Licht. Es ist nur eine der zahlreichen Etappen in Konrad Wakolbingers filmischer Recherche über den Einfluss und die Bedeutung der Zeit auf die heutige Leistungsgesellschaft. Der gebürtige Rohrbacher erkundet in seinem abwechslungsreichen Dokumentarfilm mit Neugier, Witz und Tiefgang, wie Wirtschaft und Arbeitswelt ticken, seit die Uhr unseren Alltag bestimmt. (Pamela Jahn)


