Spellbound

Spellbound (Ich kämpfe um dich)

USA 1945. Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: Ben Hecht, Kamera: George Barnes. Mit: Ingrid Bergman, Gregory Peck, Michael Chekhov, Leo G. Carroll (s/w, 111 min, engl. OF)

„My dear, it’s only a movie“, soll Alfred Hitchcock der Psychoanalytikerin von David O. Selznick gesagt haben, als sie im Auftrag des Produzenten mit ihm am Set über therapeutische Details zu streiten begann. Trotzdem bleibt die Faszination dieser frühen Filmreise ins Unbewusste (Traumdekor Salvador Dalí) und lenkt damit etwas vom Dilemma der bebrillten und rauchenden Psychiaterin (Ingrid Bergman) ab, die sich entgegen allen psychoanalytischen Standesregeln in den hilfsbedürftigsten Gregory Peck der Filmgeschichte verliebt und damit bei den strengen, männlichen Sittenwächtern der Zunft ihre offenbar schon durch ihre Weiblichkeit gefährdete Wissenschaftlichkeit noch weiter aufs Spiel setzt.

Samstag, 22. 11. 2008, 20.15 Uhr

 

Impulsreferat

Beate Hofstadler Psychoanalytikerin und Filmwissenschafterin

Mag.a DDr.in, Studium der Psychologie (Salzburg),Theater-, Film und Medienwissenschaften (Wien); sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeiten; Lektorin an der Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Frauen- und Geschlechterforschung. Ausgewählte Publikation: Lesarten von Geschlecht, Pedro Almodovars Film „Alles über meine Mutter“. Psychoanalytikerin in freier Praxis, Wien.