Best of Crossing Europe @ VOTIV KINO

In Kooperation mit Crossing Europe Linz

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10. Mai, 20.00 Uhr:
DREISSIG. Regie: Simona Kostova, Deutschland 2019, 114 Min., OmU
Vierundzwanzig Stunden mit einer Gruppe von FreundInnen, an irgendeinem Freitag im Oktober, in Berlins hippem Arbeiterkiez Neukölln: Övünç leidet an einer Schreibblockade, Pascal und Raha haben sich vor kurzem getrennt und versuchen Freunde zu bleiben. Kara vermietet ihre Wohnung ständig unter, um selbst in Bewegung zu bleiben. Henner verbringt die Tage in einer Bar und trifft dort auf Anja. An diesem Abend feiern alle den 30. Geburtstag von Övünç, und lassen sich durchs Nachtleben der Stadt treiben. Der Film porträtiert sechs junge Leute in ihrem Ringen mit dem Alltagstrott in Berlin, und der bösen Realität des Älterwerdens.

11. Mai, 20.00 Uhr:
ELS DIES QUE VINDRAN / THE DAYS TO COME. Regie: Carlos Marques-Marcet, Spanien 2019, 97 Min., OmeU
Vir (30) und Lluís (32) haben soeben rausgefunden, dass Vir schwanger ist. Es war ungeplant, und sie sind erst seit einem Jahr zusammen. Gegen Elternschaft sind sie nicht, aber passt der Zeitpunkt? Sie lernen einander doch erst kennen! Sie entscheiden sich zum Abbruch, doch in der Nacht vor dem Termin können beide nicht schlafen. Also schreiben sie eine Pro-Kontra-Liste - und in den frühen Morgenstunden entscheiden sie sich für die Schwangerschaft. Doch geht das alles zu schnell, oder lieben sie einander genug, um es hinzukriegen? Die folgenden Monate zeigen, dass sie nicht erst auf die Geburt warten müssen, um die Antwort zu erfahren.

12. Mai, 20.00 Uhr:
SIBEL. Regie: Çağla Zencirci, Guillaume Giovanetti. Frankreich/Deutschland/Luxemburg/Türkei 2018, 95 Min., türkische OmU
Sibel ist 25 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester in einem abgelegenen Bergdorf am Schwarzen Meer in der Türkei. Sie ist stumm, aber kann dank einer in der Region verbreiteten Pfeifsprache kommunizieren. Von den DorfbewohnerInnen ausgeschlossen, folgt Sibel insgeheim einem Wolf, der sich im nahen Wald herumtreiben soll und der Gegenstand der Fantasien und Ängste der Frauen im Dorf ist. Bei einer ihrer Streifzüge trifft Sibel auf einen verwundeten Flüchtling. Bedrohlich und verletzlich zugleich, sieht der Mann sie mit ganz anderen Augen als die anderen. (Locarno Film Festival)

13. Mai, 20.00 Uhr:
HUNGARY 2018. Regie: Eszter Hajdú. Ungarn/Portugal 2018, 82 Min., OmeU
28 Jahre nach dem Fall des Kommunismus und am Vorabend der Präsidentschaftswahl steht Ungarn eine politische Weichenstellung bevor: Wird das Land vier weitere Jahre Rechtspopulismus unter Viktor Orbán erleben, oder wird der frühere Premier Ferenc Gyurcsány mit seiner proeuropäischen Linkspartei erfolgreich sein? Das Wahlergebnis wurde am 8. April 2018 bekanntgegeben, doch das schmälert nicht die Dringlichkeit der zentralen Frage dieses Films: Was motiviert Rechtswähler? Dies ist mehr als der unerschrockene und fesselnde Bericht einer politischen Schlacht. Es ist ein Film für alle, die den Aufstieg des Nationalismus besser verstehen möchten. (IDFA)

14. Mai, 20.00 Uhr:
SVIDETELI PUTINA / PUTIN'S WITNESSES. Regie: Vitaly Mansky. Lettland/Schweiz/Tschechien 2018, 102 Min., OmeU
"Wenn Putin gewählt wird, ist die Medienfreiheit garantiert!", verkündet der russische Präsident Boris Jelzin strahlend und ohne gewollte Ironie in der Wahlnacht von 1999. Als Dokumentarfilmchef eines staatlichen Senders hatte Regisseur Vitaly Mansky damals praktisch uneingeschränkten Zugang zu Putin und den inneren Zirkeln der russischen Führung. 20 Jahre später sitzt er im lettischen Exil und greift in sein Videoarchiv, um einmalige, nie gesehene, persönliche Einblicke in die Geschehnisse rund um Putins Machtübernahme zu liefern. (Zürich Film Festival)

15. Mai, 20.00 Uhr:
KHRUSTAL / CRYSTAL SWAN. Regie: Darya Zhuk, Belarus/Deutschland/USA/Russland 2018, 95 Min., OmeU
In den 1990er Jahren, kurz nach Ende der Sowjetunion, sucht die junge Velya einen Weg, ihre Heimat Belarus und die dortige Armut hinter sich zu lassen. Ihre Leidenschaft ist die gerade erst aufkommende House-Musik. Abends arbeitet sie als DJ, mit dem Traum, in den USA durchzustarten. Dafür braucht sie jedoch ein Visum. Der Film zeigt den komplizierten Weg, diesem Ziel näher zu kommen. Die atemberaubende Performance der Hauptdarstellerin macht den Film zu etwas Besonderem. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen: wild, neugierig und ein wenig verrückt, eben so wie viele Jugendliche. (Nora Einwaller, YAAAS! Young Programmer 2019)

16. Mai, 20.00 Uhr:
AVEVO UN SOGNO / I HAD A DREAM. Regie: Claudia Tosi. Italien/Frankreich 2018, 84 Min., OmeU
Zwei Männer flankieren diesen Film: Silvio Berlusconi, der 2008 zum vierten Mal italienischer Ministerpräsident wurde, und Donald Trump, der ein Jahrzehnt später als US-Präsident vereidigt wurde. Für die Abgeordnete Manuela Ghizzoni und die Lokalpolitikerin Daniela Depietri ist dieser Zeitraum Inbegriff für politischen Regress. Seit Jahren kämpfen sie in Italien für Gleichberechtigung, bessere Gesetze zum Schutz vor häuslicher Gewalt und für diversere politische Verantwortungsträger. 2018 unterlagen die Demokraten deutlich gegen die populistische, europaskeptische Fünf-Sterne-Bewegung. Ist die Politik tot? (Lukas Stern, DOK Leipzig)

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