Harlan

[Im Schatten von Jud Süß] Regie: Felix Moeller. Mit: Thomas Harlan, Maria Körber, u. a. Deutschland 2008, 100 Min., Farbe und S/W

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Der Name von Veit Harlan, Filmregisseur in den Diensten Joseph Goebbels', ist vor allem mit "Jud Süß" verbunden, dem schändlichsten antisemitischen Spielfilm der NS-Zeit. In Interviews mit Harlans Söhnen, Töchtern und Enkeln, vielen Filmausschnitten und Material aus dem Familienarchiv erzählt Felix Moeller vor allem vom Schicksal der Harlan-Familie in der Nachkriegszeit und dem Einfluss der Vergangenheit auf das eigene Leben bis heute.
"Erinnerungsarbeit als Familiengeschichte: Der Filmhistoriker Felix Moeller hat für seinen Dokumentarfilm nicht weniger als zwölf Mitglieder der Familie Harlan vor der Kamera befragt, darunter auch die Kubrick-Ehefrau Christiane. Herausgekommen ist ein psychologisches Meisterwerk, ein Lehrstück in Sachen Vergangenheitsbewältigung. Es ist eben nicht noch ein Film über einen Mitläufer und Opportunisten geworden, sondern ein sensibles Familienporträt, das sich mit Verarbeitung und Verdrängung, Entschuldigung, Abrechnung und Distanz befasst. Trotz allen historischen Materials ist es ein sehr heutiger, ein sehr aktueller Film." (Der Tagesspiegel)
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