Vorsicht Sehnsucht

[Les herbes folles] (französische OmU) Regie: Alain Resnais. Mit: Sabine Azéma, André Dussollier, u. a. Frankreich/Italien 2009, 104 Min., Farbe

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"Noch Tage nach dem Kinobesuch zaubert die Erinnerung an VORSICHT SEHNSUCHT ein Lächeln auf die Lippen." (cineman.ch)
Alain Resnais, der Großmeister des französischen Kinos, sucht für seine Beziehungsgeschichten immer neue Erzählformen. In seinem jüngsten Film VORSICHT SEHNSUCHT ließ er sich vom französischen Bestsellerautor Christian Gailly inspirieren. Sabine Azéma und André Dussollier spielen eine zunehmend verrückter werdende Annäherung zweier Menschen im fortgeschrittenen Alter - Menschen, die sich in ihrem Leben längst eingerichtet haben, und die eigentlich nichts mehr aus der Bahn werfen sollte. Nicht so bei Resnais. Als Marguerite Muir nach einem Schuhkauf die Handtasche entrissen wird, landet ihre Brieftasche zufällig vor dem Auto des Pensionisten Georges Palet. Fasziniert von der Frau, die einen Pilotenschein hat und eine Zahnarztpraxis leitet, will er die Brieftasche zunächst persönlich zurückbringen, gibt sie dann doch bei der Polizei ab. Marguerite bedankt sich telefonisch bei Georges, legt aber keinen Wert auf ein persönliches Treffen, was Georges Interesse noch mehr steigert und die Dinge bald außer Kontrolle geraten lässt.
"Einen Film außer Rand und Band, einen ganz grundsätzlich aus den Fugen geratenen Film hat der bald 90-jährige Alain Resnais gedreht. Nichts und niemandem darf man trauen, nicht einmal dem Schriftzug 'Fin'. Das gesamte Arsenal der Filmsprache ist wie entfesselt, nicht nur die Kamera. Die aber auch, und wie! Dazu Splitscreens, Kreisblenden, die sprunghafte, allgegenwärtige Filmmusik, ein einziges, wunderbares Tohuwabohu bis hinein in den Abspann." (perlentaucher.de)
"Nach und nach gibt der Film seine Geheimnisse preis - aber nicht alle. Durch die inneren Monologe, die dem Jazz und dem synkopischen Sprachstil des Romans abgeschaute Sprunghaftigkeit, die gewagten Montagen entsteht ein ver-rücktes Kino, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen bringt. Für seine erste Romanverfilmung bediente sich Alain Resnais einer Vorlage von Christian Gailly - und zauberte daraus einen ganz neuen, phantastischen Film." (NZZ)

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