Un conte de Noël

(franz. OmU) Regie: Arnaud Desplechin. Mit: Catherine Deneuve, Jean-Paul Roussillon, u. a. Frankreich 2008, 153 Min., Farbe

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"Arnaud Desplechin öffnet Fenster um Fenster seines schillernden Adventkalenders, bis daraus das Bild einer herrlich unordentlichen Familie entsteht." (Der Standard)
Liebe, Verrat, Leidenschaft, Loyalität, Eifersucht, Egoismus und Gemeinschaftssinn - es ist ein weites und oft gegensätzliches Spektrum an Emotionen, das die Familie Vuillard zusammen- und voneinander fernhält. Ebenso weit ist das filmische Spektrum, dessen sich Arnaud Desplechin für seine ungewöhnliche Familien- und Weihnachtsgeschichte bedient: "Wie ein großer Jazzvirtuose experimentiert Desplechin stilistisch mit Schattentheaterfiguren, Zeitlupen, Schlüssellochaufnahmen und Fotocollagen und unterlegt dieses kreative Chaos auch noch mit der gesamten Bandbreite musikalischen Schaffens." (Arte)
Dass UN CONTE DE NOËL weder in weihnachtliche Rührseligkeit noch in eine filmische Familienaufstellung abgleitet, liegt sowohl an Desplechins stupender Beherrschung der stilistischen Mittel, die immer im Dienste der Erzählung stehen, als auch an der wunderbaren Lakonie der Dialoge, nicht zuletzt aber am hochkarätigen Ensemble, das die crème de la crème französischer Schauspielkunst vereint. "Wer soviel riskiert und dabei seinem inneren Werte- und Emotionen-Kompass treu bleibt, kann im Kino von heute immer noch viel gewinnen." (Arte)
"Arnaud Desplechin formt in zweieinhalb Stunden aus der weihnachtlichen Zusammenkunft einer Großfamilie eine Komposition, die so reich an dramatischen Miniaturen, komischen Ausbrüchen und nuancierten Beobachtungen ist, dass man kaum glauben mag, dass diese Figuren nur erfunden sind. Der Film simuliert das Leben jedoch nicht naturalistisch, er setzt es als hochkünstliches Gebilde neu zusammen und koloriert es dabei mannigfaltig." (Der Standard)

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