Indefatigable | While Darwin Sleeps | Un animal, des animaux

Impulsreferat Ulrike Aspöck
Univ. Prof.in Dr.in, Mädchentraum erfüllt: Expeditionen weltweit. Biodiversitätsumarmung versus: Biologie, Systematik der Neuropterida (Insecta), darüber > 250 Publikationen. VL Univ. Wien: „Phylogenetische Systematik“. > 40 Jahre am Naturhistorischen Museum Wien, derzeit freie Mitarbeiterin. > 250 neue Arten entdeckt und beschrieben.
Indefatigable

Indefatigable

Equador/UK 2010
Konzept und Realisation: Semiconductor (Ruth Jarman and Joe Gerhardt)
Gefilmt während einer Gulbenkian Galapagos Artists Residency
(Farbe, 7 min 8 sec)
Österreich-Premiere

Ein Team seziert einen ganz normalen Busch. Die Untersuchung wird derart überzeugend und ehrfurchtsvoll durchgeführt, dass der ganze Prozess schlussendlich ziemlich absurd wirkt. Der Fokus liegt auf den Vorgängen und Techniken, die angewendet werden, die Kommunikation, die aus sparsamen Gesten besteht, ein paar Zahlen und etwas Hingemurmeltes. Die gesamte Arbeit reflektiert, wie wir Menschen erst einmal Methoden finden müssen, um diese physische Welt zu verstehen, die uns umgibt.
While Darwin Sleeps

While Darwin Sleeps

UK 2004
Regie, Animation, Schnitt und Produktion: Paul Bush, Sound Design: Andy Cowton
(Farbe, 5 min)
Österreich-Premiere

Über dreitausend Insekten kommen in diesem Film vor. Während ihre Körper und Flügel in funkelnden Farben erstrahlen und wieder verglühen, läuft das genetische Programm von Jahrmillionen in ein paar Minuten ab. Eine wild gewordene Schöpfung widerlegt alle Erklärungen eingeschworener Evolutionisten, eine Meskalin-Vision, geträumt von Charles Darwin.
Ein Insekt folgt dem anderen, Kader auf Kader, strecken sie ihre Fühler aus, krabbeln, schlagen die Flügel, so als ob sie den Nadeln entkommen wollten, die sie für immer in ihren Schaukästen festhalten werden.

Un animal, des animaux

Un animal, des animaux

(Animals) F 1996
Regie und Drehbuch: Nicolas Philibert, Kamera: Fréderic Labourasse, Nicolas Philibert, Schnitt: Guy Lecorne, Ton: Henri Maikoff
(Farbe 59 min, frz. OFmenglU)

Vor dem großen Tag werden alle wieder hübsch gemacht. Felle werden frisch vernäht, fehlende Glasaugen ersetzt, Farbanstriche erneuert, Käfer und Schmetterlinge in Reih und Glied aufgespießt: Das Pariser Naturhistorische Museum öffnet nach 25 Jahren Renovierungsarbeiten wieder seine Tore. Eine ungeheure logistische und restaurative Anstrengung treibt die Kuratoren und Tierpräparatoren vor dem großen Tag X zu Höchstleistungen an; Menschen, denen anzusehen ist, dass Stress in ihrem Tagesgeschäft normalerweise nicht vorkommt. Immerhin haben sie mit ausgestopften Tieren zu tun, von denen manche in den Sammlungen schon über 200 Jahre Staub gefangen haben. Nicolas Philibert ist der liebevollste und verständigste Beobachter, den sich Mensch und Tier wünschen können. Er liebt beide, das ist spätestens dann klar, wenn sechs Männer den afrikanischen Elefanten in sein neues Zimmer schieben. Das ehrwürdige Museum wurde auch gleich umbenannt: „Galerie de l’Evolution“. Aus der Arche Noah wurde der Ursprung der Arten.

Mit Unterstützung von Culturesfrance

Freitag, 26. 11. 2010, 20.30 Uhr

 

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