Biodiversität umfasst die Vielfalt in der gesamten Natur: die verschiedenen Arten von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, aber auch deren Lebensräume und die innere genetische Vielfalt der Erbanlagen.

Wieviele Sterne die Milchstraße umfasst, wissen wir ziemlich genau. Doch wieviele Organismen die Erde bevölkern, ist nicht mal annäherungsweise bekannt. Die Zahl der Arten, die gegenwärtig auf der Erde leben, kann nur geschätzt werden; die Schätzungen liegen derzeit zwischen drei und 100 Millionen, konservative Schätzungen gehen von mindestens zehn Millionen aus. 1,8 Millionen Arten sind bisher wissenschaftlich beschrieben. Jeden Tag sterben schätzungsweise 150 Arten aus, zahlreiche weitere sind bedroht. Die Gründe für den Rückgang der Biodiversität sind bekannt. Bei Inselarten sind es die Einführung von Arten und Raubbau, bei Kontinentalarten die Degradation von Ökosystemen und der Lebensraumverlust; die Vielfalt der Lebensräume wird auch durch Monokulturen bedroht, die Hälfte der Regenwälder etwa wurde bereits vernichtet. In unseren Breiten sind es die landwirtschaftliche Nutzung, die Zersiedelung und Versiegelung des Bodens, die Verbauung der Fließgewässer.

Dem gegenüber steht, dass Biodiversität zahlreiche Leistungen stellt, die das Leben der Menschen auf der Erde erst ermöglichen: Nahrung, sauberes Wasser, Rohstoffe, Arzneimittel . . . Doch ist weitgehend unerforscht, was der Verlust an Biodiversität ökologisch, aber auch ökonomisch bedeutet.

Österreich hat eine lange Tradition in der Biodiversitätsforschung. Rund 30 Universitätsprofessor/inn/en mit ihren Arbeitsgruppen liefern Beiträge zur Erforschung der Biodiversität, die in globalen Programmen, in EU-Projekten, in internationalen Organisationen, in wissenschaftlichen Zeitschriften hochrangig präsent sind. Um dieses umfassende Thema Artenvielfalt konkret und vorstellbar zu machen, ist der Umweg über die Kunst ein interessanter Zugang, der dazu beitragen kann, das Verständnis dafür zu schärfen.

Karolina Begusch-Pfefferkorn
Referat Ökologie, Ressourcenvorsorge und Nachhaltigkeit

Christian Smoliner
Abteilung Forschung und Innovationen für die Zukunft

 

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