SHEHATA'S SHOP
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Dokkan Shehata

Ägypten 2008
128 Minuten, OF m. engl. UT

Sonntag, 29. 1. 2012, 14.45 Uhr
Ausverkauft!

 

Der Film erzählt Shehatas Geschichte von seiner Geburt 1981 bis zu seinem Tod 2013. Die Geschichte spiegelt zugleich den Lebenszyklus einer ganzen Generation wider, die unter einem unerbittlichen politischen System leidet, das alle guten Charakterzüge wie Akzeptanz, Güte und Verzeihung unterhöhlt.

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Regie: Khaled Youssef
Drehbuch: Nasser Abd El-Rahman
Mit: Haifa Wehbe, Muhammad Hamidah, 'Umaru Sa'ad, Ghadah 'Abd Al-Raziq, 'Umru 'Abd Al-Jalil, 'Abd Al-'Aziz, 'Abd Al-Aziz Makhyoun

Nach dem Tod seiner Mutter wird Shehata als Kind in die Großstadt gebracht, wo er sich selbst durchschlagen muss. Es dauert bis er sein Selbstwertgefühl entwickelt, doch schließlich findet er Anschluss an eine Gemeinschaft, die ihn schätzt und ihm Geborgenheit gibt. Seine eifersüchtigen Brüder jedoch verwickeln ihn in ein Komplott um ihm alles zu nehmen, was er bis dahin erreicht hat. Er droht sogar den Respekt und die Treue seiner Freunde und Nachbarn zu verlieren. Shehata wehrt sich, indem er sich zur Liebe bekennt und dem Hass abschwört – ein Bekenntnis, das Zufriedenheit und Ruhe und damit die ersten Jahre unter dem Regime symbolisiert. Später sollte sich alles zum Schlechten wenden: Gier und Eifersucht gewannen sukzessive die Oberhand in der Gesellschaft.

Shehatas Strategie, die Konfrontation zu vermeiden, bringt ihn noch höherem Ansehen in der Gemeinde. Seine Brüder jedoch sehen sich zu noch extremeren Maßnahmen gezwungen: Sie verschwören sich gegen ihn, schlagen ihn, lassen ihn ins Gefängnis werfen, stehlen ihm sogar Beesa, das Mädchen, das er liebt und zwingen sie in eine Ehe mit seinem Bruder Saleem.

Schafft es Shehata nach all diesen Erfahrungen noch seine Werte gegenüber seinen Brüdern hochzuhalten? Oder kämpft und rächt er sich, um seine Ehre wieder herzustellen?

Shehata, der überzeugt ist, das „keiner alleine leben oder existieren kann“, bleibt loyal zu seinen Werten und sucht den Weg des Friedens und der Versöhnung. Er bekräftigt damit die höchste Tugend der ägyptischen Gesellschaft – die Hingabe zur Familie.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis fürchtet Shehata erneut die Einsamkeit, die ihn in der Kindheit begleitet hat. Er sucht seine Brüder auf, in der Absicht ihnen zu vergeben und sich zu versöhnen. Sie aber fliehen vor ihm in Angst vor seinem Zorn und Lust nach Rache. Am Ende zahlt Shehata den höchsten Preis dafür, dass er nicht alleine und abgeschieden leben wollte, und dafür, dass er für seine Moral und Prinzipien gestanden ist.

Die Frage drängt sich auf, ob Shehata der einzige sein wird, der in Unschuld stirbt? Oder wird Ägypten zu einer Gesellschaft verkommen, wo Rücksichtslosigkeit, Gewalt und religiöser Fundamentalismus regiert?

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